Informationen der FN

FN-Kampagne: Nationale Doping- und Medikationsregeln online

 

Warendorf - Die neuen Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln (ADMR 2010) gelten ab dem 28. April 2010 auf allen nationalen Turnieren. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) setzt damit eine national verpflichtende Regelung in Kraft, die den fairen Sport fördern soll. Die ADMR 2010 sind ab sofort auch Bestandteil der Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO).

Reiter finden Informationen zum Thema Doping und verbotene Medikation in der Broschüre „Fairer Sport - sicher und sauber durch die Turniersaison", die unter Formulare, Merkblätter, Broschüren der FN herunter geladen werden kann. In diesem Ratgeber gibt es Behandlungstipps zu gängigen Krankheiten, sowie ein Stallbuch, in dem alle Medikationen dokumentiert werden können. Passend dazu bietet die FN das zusammenfassende Poster „Fairer Sport", praktisch für Reiterstübchen oder Stallgasse.

Auch die Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln lassen sich auf der Seite downloaden. In einem ausführlichen Dokument kann nachgelassen werden, welche Mittel verboten sind, wie getestet wird und mit welchen Strafen im Falle einer positiven Probe geahndet wird.

Internationaler Pferdesport: "European Equestrian Federation" gegründet

von Dr. Dennis Peiler

Warendorf (fn-press). Der internationale Pferdesport hat ab sofort einen Europaverband: "European Equestrian Federation (EEF)". Der neue Verband wurde heute bei einem Treffen bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Warendorf von 27 europäischen Nationen formell gegründet.

Die Idee für die EEF entstand bei einem Treffen der europäischen nationalen Föderationen im französischen Deauville im März vergangenen Jahres. Bei einer Zusammenkunft der Verbände im Herbst 2009 im belgischen Antwerpen wurde zunächst das "European Equestrian Forum" gegründet. Jetzt ist das Forum einen Schritt weitergegangen und untermauerte die Gründung des nun als "European Equestrian Federation" bezeichneten Europaverbandes mit einer eigenen Satzung, die am Donnerstag, 18. Februar, in Warendorf von den Gründungsmitgliedern unterzeichnet wurde. "Wir gehen davon aus, dass sich andere europäische Pferdesportverbände und Interessenvertretungen, die heute nicht dabei sein konnten, anschließen werden", sagte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach.

Die EEF soll die Interessen des europäischen Pferdesports bei der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) vertreten. Darüber hinaus soll sie im ständigen Austausch mit der Europäischen Union und anderen Institutionen stehen, die beim Thema Pferd von Bedeutung sind.

"Der Verband will einen Beitrag leisten, dass die Stimme Europas innerhalb der FEI noch mehr Gehör findet. Dabei unterstützen wir die Arbeit der FEI, indem die Kommunikation und Zusammenarbeit der Mitgliedsländer untereinander und mit der FEI verbessert wird", sagte Dr. Hanfried Haring (Sassenberg), der in Warendorf von den europäischen Mitgliedsverbänden zum neuen EEF-Präsidenten gewählt wurde. "Die EEF versucht sicherzustellen, dass die Bedürfnisse aller europäischen Pferdesportverbände und Interessensvertreter angemessen berücksichtigt werden", so Haring weiter. Auch FEI-Präsidentin Prinzessin Haya äußerte sich positiv zum neuen Europaverband: "Die FEI begrüßt diese Entwicklung. Bereits in Asien und Amerika haben sich regionale Verbände etabliert. Dies spiegelt die Entwicklung der Vertretung sportlicher Interessen auf regionaler Ebene wider. Wir erwarten, dass es dazu beiträgt, die zahlreichen individuellen Bedürfnisse von europäischen nationalen Föderationen anzusprechen."

Bis zur nächsten EEF-Generalversammlung gehören dem "Interims-Vorstand" neben Dr. Hanfried Haring an: Christian Paillot (Frankreich) und Ulf Helgstrand (Dänemark) als Vizepräsidenten sowie Manuel Bandeira de Mello (Portugal), Andrew Finding (Großbritannien), Michal Wroblewski (Polen) und Armagan Özgörkey (Türkei) als Mitglieder.
Quelle: www.pferd-aktuell.de