PRESSE 2011

EM Junioren-Voltigieren in Le Mans/FRA: Gold für Brüsewitz Ausnahmetalent aus Garbsen gelingt souveräne Titelverteidigung / Damen ohne Medaillen fn-press Le Mans (fn-press).

Traumstart in die Finals: Thomas Brüsewitz hat die Goldmedaille bei den Junioren-Europameisterschaften im Einzelvoltigieren gewonnen. Der 17-Jährige aus Garbsen siegte in Le Mans in allen vier Durchgängen und sicherte sich mit 8,22 Punkten in der Gesamtwertung und fast vier Zehntel Vorsprung souverän seinen zweiten Titel bei kontinentalen Meisterschaften. Die U18-Damen gingen diesmal leer aus. Gustafsson, Longenführer Lars Hansen und Thomas Brüsewitz – dieses Trio ist derzeit in Normalform nicht zu schlagen. Das Erfolgsteam aus der Nähe von Hannover ließ im französischen Pferdesportzentrum Boulerie Jump zu keinem Zeitpunkt Zweifel an der erfolgreichen Titelverteidigung aufkommen. Mit 8,55 Punkten in der abschließenden Kür untermauerte das Ausnahmetalent Brüsewitz seine Ambitionen, in naher Zukunft einer der erfolgreichsten seiner Zunft zu werden. „Er könnte bereits jetzt ohne Weiteres erfolgreich bei den Senioren starten“, kommentierte Kirsten Graf, selbst ehemalige erfolgreiche deutsche Voltigiererin und zuletzt langjährige Longenführerin von Doppelweltmeister Kai Vorberg. Auch Nervenstärke wird dem jungen Mann nachgesagt. „Unter diesem Druck keine Fehler zu machen, ist wahnsinnig schwer. Aber auf Thomas ist eben Verlass“, fügte Disziplintrainer Christian Peiler an. Viktor Brüsewitz, Bruder des Titelträgers und selbst noch mit Medaillenchancen bei den Senioren, war einer der ersten Gratulanten. Auch Bundestrainerin Ursula Ramge nahm den alten und neuen Europameister stolz in die Arme. Sie freute sich, dass Deutschland schon bei der ersten Entscheidung der Meisterschaft kräftig abräumte. Denn Thomas war zur obligatorischen Flower-Zeremonie nicht der einzige Sportler mit dem Bundesadler auf der Brust. Benjamin Kley aus Salzmüde unterstrich die gute Nachwuchsarbeit des Verbandes mit dem Bronzerang. Der 18-Jährige schob sich mit seinem finalen Auftritt auf Kontra (Longenführerin Franziska Mauff) ganz dicht an den Silberrang heran. Mit 8,3 Kürpunkte und 7,803 Zähler in der Endabrechnung verfehlte er einen deutschen Doppelerfolg um lediglich 33 Tausendstel. Simon Rahimi Ramin aus Österreich hatte seinen Vorsprung aus der Pflicht in einem Kopf-an-Kopf-Rennen verteidigt. Komplettiert wurde der starke Auftritt der deutschen U18-Equipe von Alexander Schulten (Rhede). Er zeigte im Finale mit 8,09 Punkten auf Pafur (Birgit Zeitz) seinen besten Umlauf und verbesserte sich noch vom sechsten auf den fünften Rang (Wertnote 7,669).

Die deutschen Damen schafften es in Le Mans nicht in die Medaillenränge. Die Bilanz nach vier Durchgängen lautete Rang fünf für Corinna Knauf, Platz sechs für Gianna Meier (Lünen) und Rang acht für Miriam Esch (Schwarzach). Knauf, vor dem Finale noch mit Medaillenchancen, konnte ihre Kür heute nicht so sicher wie im ersten Umlauf auf dem Rücken von Weltoni RS von der Wintermühle präsentieren. Die Kölnerin, die gemeinsam mit ihrer Schwester und Longenführerin Alexandra Knauf im Zirkel aufgelaufen war, bekam vom sechsköpfigen Richtergremium 7,625 Punkte und fiel damit im Klassement zurück. Auch Meier blieb mit 7,535 Zählern aufgrund ihres sichtlich nervösen Pferdes Letitia (Longenführerin Jennifer Peile) hinter ihren Möglichkeiten. Mit 7,425 Punkten im Endergebnis musste auch sie einen Platz an die Konkurrenz abtreten. Die beste U18-Dame aus deutscher Sicht war heute Miriam Esch. Die 15-Jährige bekam für ihre Choreografie auf Carlos (Annette Müller-Kaler) 7,96 Punkte und verbesserte sich damit im Endergebnis auf 7,331 Punkte. Die neue Europameisterin bei den Juniorinnen heißt Silvia Stoppazzini. Die Vizemeisterin aus dem vergangenen Jahr schrieb auf ihrem stets zuverlässigen Pferd Harley in Le Mans Geschichte, holte den ersten Championatstitel für ihr Land. Mit der Tagesbestwertung von 8,505 Punkten für ihre Kür sicherte sie sich am Ende 7,872 Zähler und damit den knappen Sieg vor ihrer stärkste Konkurrentin, Vorjahressiegerin Daniela Fritz (7,847) aus Österreich. Rang drei ging überraschend an Sheena Bendixen (7,769) aus Dänemark.

Daniel Kaiser

CHIO Aachen: Deutsche Voltigierer dominieren Nationenpreis

Die deutschen Voltigierer haben den Nationenpreis beim CHIO in Aachen mit einem Doppelsieg dominiert. Die erste Vertretung der Bundesrepublik setzte sich im Endklassement mit 25,42 Punkten vor die zweite deutsche Mannschaft (25,016), gefolgt von Österreich (23,511), der Schweiz (23,409), den USA (21,516) und Großbritannien (21,494).

Die Garanten für den Erfolg waren insbesondere die deutschen Gruppenvoltigierer, die den deutlichen Unterschied im Vergleich zu den anderen Nationen ausmachten. Allen voran Neuss-Grimlinghausen. Die Rheinländer um Trainerin und Longenführerin Jessica Schmitz waren auf Arkansas mit 8,7 Punkten bestes Team des Nationenpreises sowie des gesamten Wettbewerbs und bleiben damit in der laufenden Saison weiterhin ungeschlagen. Komplettiert wurde die siegreiche Equipe von den Einzelvoltigierern Pia Engelberty und Jannik Heiland (PSG Rittergut Habighorst). Die Kölnerin landete auf Weltoni RS von der Wintermühle (Longenführerin Alexandra Knauf) bereits im Wettbewerb der Einzelkonkurrenz überraschend auf Rang zwei und turnte ihre Kür auch im Nationenpreis souverän. Der amtierende deutsche Juniorenmeister und Vize-Europameister aus Seevetal überzeugte in seinem ersten Jahr bei den Senioren nach seinem Sieg beim CVI Krumke auch in der Aachener Soers. Als bester Vertreter seiner Nation landete er auf Dance of Gold (Lars Hansen) auf Rang drei.

Deutschland II verwies die restliche Konkurrenz aus sechs Nationen ebenfalls mit großem Abstand auf die Plätze. Der Mannschaft des VV Ingelsberg gelang beim CHIO auf Arador (Alexander Hartl) die persönliche Saisonbestleistung. Dafür erhielten die Bayern 8,576 Punkte im Nationenpreis. Gemeinsam mit Viktor Brüsewitz (PSG Rittergut Habighorst) und Kristina Boe reichte es schließlich für Rang zwei. Der Sportfördergruppen-Soldat aus Garbsen landete auf Gustafsson (Lars Hansen) bei den Herren auf Platz vier. Ebenso wie die Medizinstudentin aus Hamburg, die auf Le Beau (Winnie Schlüter) in der Albert-Vahle-Halle angetreten war, bei den Damen. Die besten Einzelleistungen im abschließenden Wettbewerb der Nationen zeigten die beiden Sieger der Einzelkonkurrenz. Joanne Eccles wiederholte auf WH Bentley (John Eccles) ihren Vorjahreserfolg. Beim wichtigsten Turnier des Jahres nach der Europameisterschaft in Le Mans (16. bis 21. August) landete die Britin vor Engelberty und der Amerikanerin Mary McCormick auf Rang eins. Den amtierenden Weltmeister und Weltcup-Sieger Patric Looser aus der Schweiz konnte auf Record RS von der Wintermühle (Alexandra Knauf) nicht einmal ein grober Patzer im abschließenden Technikprogramm stoppen. Er freute sich über seinen ersten Triumph in der Soers vor dem Franzosen Nicolas Andreani.

Einen Sieg feierten auch Theresa-Sophie Bresch und Torben Jacobs (Tübingen/Delmenhorst). Das von Bundestrainerin Ulla Ramge zusammengestellte Bundeskader-Paar überzeugte auf Cyrano (Longenführerin Doris Marquart) und gewann den Wettbewerb des Doppelvoltigierens vor den schottischen Eccles-Schwestern Joanne und Hannah sowie Devon Maitozo und Rosalind Ross aus den USA.

Ramge war mit dem Abschneiden der deutschen Mannschaft hochzufrieden und zum Teil auch positiv überrascht. „Die jungen Einzelvoltigierer haben sich ganz dicht an die Weltspitze herangeschoben und meine Erwartungen übertroffen“, sagte die Bundestrainerin im Anschluss an drei spannende Wettkampftage vor insgesamt 3000 Zuschauern. Nachdem die Saison vor allem bei den Einzelvoltigierern eher schleppend angelaufen war, sieht sie ihre Mannschaft nun auf einem guten Weg. Bis zur EM in Le Mans sei es aber noch ein weiter Weg. Ramge: „Jetzt fängt die Arbeit richtig an.“

Kreis und Bezirksmeisterschaften Voltigieren

 

Das Turnier eröffneten die A-Gruppen mit ihrer Pflicht; erstmals hatten wir Pflicht und Kür in dieser Leistungsklasse getrennt ausgeschrieben. Gefolgt von den Pflichten der L-Gruppen und Junior-Teams verging der Vormittag wie im Flug. Nach den Küren standen dann die Sieger fest:

A-Gruppen:

1. Celler Pferdefreunde, LF: Dr. Ursula Fink, Jonatas, Endnote: 5,308

2. Hohenhameln IV, LF: Wiebke Schernich, Letta, Endnote: 5,140

3. Isenbüttel II, LF: Saskia Schölkmann, Lex, Endnote: 4,737

4. VSG Winsen II, LF: Britta Warias, Bonita, Endnote: 4,710 ………

L-Gruppen:

1. Eicklingen I, LF: Christiane Adam, Dural, Endnote: 5,968

2. Grevelau III, LF: Sarah Schlösser, Palmiro, Endnote: 5,128

3. Sudwalde IV, LF: Stefanie Lange, Charly Brown, Endnote: 5,030

4. VSG Winsen/Team Großmoor, LF: P. Ebeling, Red Pepper, Endnote: 4,485 ….

Junior-Teams:

1. Juniorteam MV, LF: Katja Banzet, Kleiner Onkel, Endnote: 5,620

2. Juniorteam Grevelau, LF: Sarah Nikoleit, Jack Daniels, Endnote: 4,909

 

Der Nachmittag stand im Zeichen des Nachwuchses. Hier gingen drei NW-Mannschaften der VSG Winsen an den Start. VSG Winsen III konnte ihre Galopp-Schritt-Prüfung mit einer Endnote von 5,659 sogar gewinnen! Die Trainerinnen Kim Kristin Warias und Nicole Hähnel freuten sich riesig über die Leistungen ihrer Voltis. Bei der Prüfung „Mein erstes Turnier“ gingen gleich zwei Mannschaften der VSG Winsen an den Start. Hier konnten sich die kleinen Voltigiererinnen der VSG Winsen V zur großen Freude ihrer Trainerin Britta Warias den zweiten Platz mit einer Endnote von 4,337 sichern. VSG Winsen IV belegten in dieser Prüfung mit einer Endnote von 3,670 den 5. Platz. Trainerin Lea Steinbrenner war sehr zufrieden mit ihren Schützlingen.

Am Abend kamen dann die Einzelvoltigierer zu ihrem Einsatz. Zu vorgerückter Stunde standen die Kreis- und Bezirksmeister 2011 im Einzelvoltigieren fest:

1. Nicole Vogelei, Rittergut Habighorst/Stützpunkt Bordenau, LF: Silke Gedien, Dance of Gold, Endnote: 6,783

2. Lena Sieberer, Rittergut Habighorst, LF: Katrin Harder-Mohrmann, Hannibal, Endnote: 6,597

3. Theresa Harke, Rittergut Habighorst, LF: Katrin Harder-Mohrmann, Hannibal, Endnote: 6,073

 

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen der Gruppenmeisterschaften. Hier ging die Mannschaft der VSG Winsen I in der M*-Prüfung an den Start. Bereits nach der Pflicht lagen sie auf Platz eins. Diesen konnten sie dann auch durch eine gute Kürleistung behaupten (trotz Deckenberührung). Mit der Endnote von 6,499 verpassten die Voltigierer jedoch leider um 0,001 Punkt die (zweite) Aufstiegsnote von 6,5. Jedoch durfte sich das Team über den Titel sowohl des Kreismeisters des KRV Celle als auch über den Titel des Bezirksmeisters des BRV Lüneburger Heide im Voltigieren 2011 freuen!

Die weiteren Ergebnisse lauten wie folgt:

M*-Gruppen:

1. VSG Winsen I, LF: Barbara Steinbrenner, Werano, Endnote: 6,499

2. Pegasus Garbsen II, LF: Katrin Butterbrodt, Gigolo, Endnote: 6,153

3. Goslar I, LF: Fabienne Oppermann, Gerco, Endnote: 6,058 ….

M**-Gruppen:

1. Fredenbeck I, LF: Gesa Bührig, Wizaro, Endnote: 6,342

2. Niedervieland I, LF: Alexandra Gischkowski, Pares, Endnote: 6,211

3. Sittensen I, LF: Heike Klintworth, Artus, Endnote: 5,915 …..

S-Gruppen:

1. Filsum I, LF: Irmtraut Lemke-Saathoff, Latino, Endnote: 7,133

2. Badenstedt I, LF: Michaela Langehein, Ducasse, Endnote: 6,918

3. Hohenhameln I, LF: Nicole Lange, Londontime, Endnote: 6,701 …

Doppel:

1. Wiebke Schernich/Sara Grupe, RFV Auetal, Loar, Endnote: 6,686

2. Nela Tasche/Alexandra Borth, Ruf Scharnhorst, Osiris, Endnote: 5,280

 

Die Kreismeister des KRV Celle und die Bezirksmeister des BRV Lüneburger Heide im Gruppenvoltigieren 2011 lauten daher:

1. VSG Winsen I, LF: Barbara Steinbrenner, Werano, Endnote: 6,499

2. Galaxo-Team Rittergut Habighorst, LF: Katrin Harder-Mohrmann, Galaxo, Endnote: 5,911

3. Eicklingen I, LF: Christiane Adam, Dural, Endnote: 5,968

Alles in allem war es wieder eine tolle Veranstaltung, der Wettergott hatte es auch wieder gut mit uns gemeint, denn der Platzregen begann bei der abschließenden Meisterehrung. Gerne würden wir auch nächstes Jahr wieder ein Turnier in dieser Größenordnung ausrichten. Alle Ergebnisse, alle Sponsoren sowie Bilder und Filme sind auf unserer Homepage unter: www.vsgwinsen.de zu finden.

 

Text: Stefanie Brückner

Kreislehrgang Voltigieren mit Team PSG Hof Nordpol in Hermannsburg

 

Vier Mannschaftsmitglieder des aktuellen norddeutschen Junior-Meisters aus Hamburg waren der Einladung gefolgt und richteten den Tageslehrgang aus.

Der von Kreisvoltigierwartin Frau Silke Beeck organisierte Lehrgang wurde von insgesamt 4 Mannschaften des KRV Celle besucht: VSG Winsen/Aller I (M*-Gruppe), VSG Winsen/Aller II (A-Gruppe) VSG Winsen/Aller Team Großmoor (L-Gruppe) und die Celler Pferdefreunde (A-Gruppe)

Die 3 Turnhallen des Christian-Gymnasiums in Hermannsburg boten beste Voraussetzungen für intensives Training in allen Bereichen. Gestartet wurde mit einem schweißtreibenden Aufwärmen nach Musik. Tai-Bo-Elemente forderten Körper und Geist, so dass nach 45 Minuten alle gut vorbereitet waren und mit dem eigentlichen Training in den Bereichen Turnen, Kraft, Pflicht und Kür gruppenweise begonnen werden konnte.

Die Trainerinnen der Mannschaften, Barbara Steinbrenner, Britta Arendt, Britta Warias, Petra Ebeling, Dr. Ursula Fink sowie Kreisvoltigierwartin Silke Beeck erlebten hautnah mit, wie ihre Schützlinge durch das Team der PSG Hof Nordpol „gedrillt“ wurden. Intensives Wintertraining in der Turnhalle ist die beste Ergänzung zum Pferdetraining, so dass alle für die kommende Saison ab April gerüstet sind. Ganz individuell gingen die jungen Referenten, die unter dem Landestrainer aus Hamburg, Hendrik Brühl selbst sehr erfolgreich voltigieren, auf die Gruppen ein und holten sie auf dem Leistungsstand ab, wo diese sich gerade in der Trainingsphase befinden.

Am Ende des anstrengenden Tages ließ der Muskelkater nicht lange auf sich warten, aber wieder waren alle Beteiligten um neue Erkenntnisse in den Bereichen, Turnen, Kraft, Pflicht und Kür reicher.

Der nächste Kreislehrgang der Voltigierer ist bereits geplant. Am Sonntag, den 30.Januar findet mit Jannik Heiland (Silbermdaille bei der EM im Einzel 2010) die nächste Weiterbildung im Bereich Voltigieren statt.

Im Namen aller Teilnehmer: herzlichen Dank an das Team Hof Nordpol und an die Organisatorin.

 

Text: Stefanie Brückner